Besucher- und Informationszentrum Sophienhöhe: Erste Entwürfe vorgestellt

Am südlichen Rand der Sophienhöhe entsteht auf 170 Metern Höhe ein neuer Anlaufpunkt für die Region: Das geplante Besucher- und Informationszentrum soll Wissensvermittlung, Aufenthalt und Angebote für Besucher:innen der Sophienhöhe miteinander verbinden. Die jetzt vorgestellten Entwürfe zeigen, wie der Neubau als Tor zum Wandel die Entwicklung der Region und die Entstehung des künftigen Hambachsees erlebbar machen kann.

 

Rund 100 interessierte Gäste nutzten am 05. Mai 2026 die öffentliche Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Niederzier, um sich über das Projekt zu informieren und mit den beteiligten Planungsbüros sowie den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Neben vielen positiven Rückmeldungen wurden auch Fragen zu Besucherlenkung, Barrierefreiheit und dem sensiblen Umgang mit dem Landschaftsraum diskutiert. Die Hinweise und Anregungen aus dem Austausch fließen nun in die weitere Planung ein.

Mehr als ein Infozentrum

Das BIZ soll künftig weit mehr sein als ein klassisches Ausflugsziel. Geplant ist ein Aufenthalts- und Lernort für Einheimische und Gäste, Schulklassen und alle, die den Wandel erleben möchten. Zugleich soll es als Startpunkt für Ausflüge in die Rekultivierung dienen. Mit Ausstellung, Gastronomie, Aussichtsterrassen und Veranstaltungsräumen entsteht ein multifunktionaler Ort, der Information, Begegnung und Freizeitangebote miteinander verbindet. Gleichzeitig soll das Zentrum wichtige Infrastruktur bieten. 

Frank Rombey, Bürgermeister der Gemeinde Niederzier, betont: 
„Das neue Besucher- und Informationszentrum wird ein Ort sein, der neue Perspektiven öffnet. Von hier oben lässt sich in knapp vier Jahren der entstehende Hambachsee beobachten und zugleich nachvollziehen, wie sich unsere Region vom Tagebau zur neuen Landschaft wandelt. Mit seinem gastronomischen Angebot und der Aussichtsterrasse entsteht darüber hinaus ein attraktives Ausflugsziel für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus der gesamten Region. Durch die barrierefreie Zufahrt wird es künftig allen Menschen möglich sein, die Sophienhöhe zu erleben. Das ist mir persönlich sehr wichtig.“

Architektur und Außenraum

Die aktuellen Entwürfe sehen einen flachen, dreiflügeligen Holzbau vor, der sich behutsam in die Landschaft einfügt und zugleich als neuer Orientierungspunkt auf der Goldenen Aue dient. 

Architektur

  • modularer Holzbau nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft
  • begrünte Dachflächen und transparente Photovoltaikmodule
  • klare Wegeführung und offene, helle Räume
  • direkte Blickbeziehungen zum Tagebau und künftigen Hambachsee
  • flexible Räume für Ausstellung, Veranstaltungen und Bildung
  • barrierefreie Erschließung und hohe Aufenthaltsqualität

Außenbereich 

  • großzügige Aussichtsterrassen mit weitem Blick über die Landschaft
  • Aufenthaltsorte und Sitzbereiche im Freiraum
  • Gastronomie als neuer Anlaufpunkt auf der Sophienhöhe
  • Spiel- und Erlebnisangebote für unterschiedliche Altersgruppen
  • interaktive Stationen zur Landschaft und Rekultivierung
  • Grünes Klassenzimmer für Umweltbildung und Exkursionen
  • Flächen für kleinere Veranstaltungen und Begegnung

Rekultivierung und Landschaftswandel erleben 

Die rund 120 qm große Dauerausstellung widmet sich der Geschichte des Tagebaus Hambach, der Rekultivierung und dem Wandel des Rheinischen Reviers. Interaktive und multimediale Formate sollen anschaulich und leicht verständlich zeigen, wie aus dem ehemaligen Tagebau eine neue Landschaft entsteht. Geplant sind unter anderem virtuelle Einblicke in den Tagebau per VR-Technik, Zeitzeugenberichte sowie Live-Bilder zur künftigen Einleitung von Rheinwasser in den Tagebau Hambach. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Ausstellungen und Beteiligungsmöglichkeiten für Vereine und Initiativen aus der Region.

Ein Projekt für die Region

Das Besucher- und Informationszentrum Sophienhöhe wird gemeinsam von der Gemeinde Niederzier, der NEULAND HAMBACH GmbH und der Starke Projekte GmbH entwickelt. Die Starke Projekte GmbH begleitet und koordiniert den weiteren Prozess im Auftrag des Landes. 

Die Eröffnung des Besucher- und Informationszentrums ist spätestens für Ende 2029 vorgesehen.