Förderbescheid für das „Naturerlebnis Sophienhöhe“

Bei schönstem Spätsommerwetter kamen am 25. August 2025 Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Kommunen auf der Goldenen Aue zusammen, um einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Sophienhöhe zu feiern. NRW-Umweltminister Oliver Krischer übergab dort den Förderbescheid für das Projekt „Naturerlebnis Sophienhöhe“. Damit nimmt ein zentrales Vorhaben zur Entwicklung der Folgelandschaft Gestalt an.

Stellvertretend für die Anrainer­kommunen nahm Frank Rombey, Bürgermeister der Gemeinde Niederzier, den Förderbescheid in Höhe von 650.000 Euro entgegen. Die Mittel ermöglichen die Vorplanungen für die sanfte Inwertsetzung des rekultivierten Naturraums. Ab 2027 soll mit einem anschließenden Projekt die Umsetzung beginnen. Insgesamt werden bis 2029 voraussichtlich knapp 17 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land bereitgestellt. 

„Der Hambacher Wald, einstmals eines der größten Tieflandwaldgebiete des Rheinlands, ist für den Braunkohlentagebau weitgehend zerstört worden. Die Sophienhöhe als Teil des Ökosystemsverbundes bietet nun der Natur im Rheinischen Revier dank der gelungenen Rekultivierung eine neue Heimat. Schon jetzt gibt es über 3.000 Tier- und Pflanzenarten hier, darunter auch einige sehr seltene. Diesen neuen Naturraum für die Biodiversität weiterzuentwickeln und den Menschen näherzubringen, ist ein Ziel des Projektes Naturerlebnis Sophienhöhe. Dies will gut geplant und abgestimmt werden. Das unterstützen wir gerne“, erklärt Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in NRW.

Naturschutz, Naherholung und Umweltverbindung in einem Konzept

Das Projekt verbindet Naturschutz, Naherholung und Umweltbildung in einem Gesamtkonzept. Geplant sind unter anderem neue Themenwege, Aussichtspunkte und ein über 30 Meter hoher Turm, der als Wahrzeichen weit ins Revier ausstrahlen soll. Zugänge mit Informationsangeboten und Serviceinfrastruktur werden zu attraktiven Einstiegsorten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer naturschutzgerechten Besucherlenkung, um sensible Bereiche wie die Goldene Aue oder das Höller Horn zu bewahren. 

Wie sehr die Sophienhöhe bereits heute mit der Region verwoben ist, machte Frank Rombey deutlich: „Die Weiterentwicklung der Sophienhöhe zu einem überregionalen Naturerlebnis nimmt konkrete Formen an. Für die Menschen hier ist die Sophienhöhe ihr Hausberg – Heimat und Sinnbild des Wandels in unserer Region.“ 

Die NEULAND HAMBACH GmbH koordiniert das Projekt gemeinsam mit den beteiligten Kommunen, RWE Power und weiteren Partner:innen. Mit dem jetzt übergebenen Förderbescheid können die Entwurfsplanungen, Gutachten und Wettbewerbe starten – und damit die Grundlage für die Umsetzung ab 2027 geschaffen werden.