Hambacher Forst wird in öffentliches Eigentum übergehen

Unterzeichnende der Erklärung zum Erhalt des Hambacher Waldes

Der Hambacher Forst soll dauerhaft geschützt und spätestens bis 2035 in öffentliches Eigentum überführt werden. Für die Kommunen ist die jetzt vorgestellte Vereinbarung weit mehr als eine Entscheidung über ein Waldgebiet: Sie steht für eine neue Rolle der Region bei der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft. 

 

Lange wurde über die Zukunft des Hambacher Forstes diskutiert. Nun haben das nordrhein-westfälische Umweltministerium, die beteiligten Kommunen, RWE, Vertreter der Landwirtschaft und des Naturschutzes gemeinsame Eckpunkte für die weitere Entwicklung des Waldes vorgestellt. Die Vereinbarung sieht vor, den Hambacher Forst dauerhaft zu erhalten und ihn bis spätestens 2035 in öffentliches Eigentum zu überführen. 

„Die Region hat in den vergangenen Jahren mit dem Rahmen­plan Hambach eine klare und gemeinsam abgestimmte Vorstellung ihrer Zukunft entwickelt. Die aktuelle Vereinbarung zum Hambacher Forst fügt sich nun in dieses größere Gesamtbild unserer Region ein und schafft die Grundlage dafür, dass die Menschen vor Ort ihre Heimat langfristig mitgestalten können“, sagt Andreas Heller, Bürgermeister der Stadt Elsdorf und Aufsichtsratsvorsitzender der NEULAND HAMBACH GmbH. 

Überführung in öffentliches Eigentum

Aus Sicht der NEULAND HAMBACH schafft die Vereinbarung vor allem Verlässlichkeit für die langfristige Entwicklung des Raums. Der dauerhafte Schutz des Waldes, seine Einbindung in ein regionales Biotopverbundsystem und die geplante Überführung in öffentliches Eigentum geben wichtige Orientierung für die kommenden Jahrzehnte. 

„Mit der Erklärung zum dauerhaften Erhalt des Hambacher Forstes wird ein wichtiger Baustein des Rahmen­plans Hambach konkretisiert. Die Waldvernetzung war immer Teil der gemeinsamen Zukunftsvorstellungen für diesen Raum. Dass es nun gelungen ist, unterschiedliche Interessen in einer tragfähigen Vereinbarung zusammenzuführen, schafft Klarheit und Planungssicherheit für die weitere Entwicklung. Der Wald erhält eine langfristige Perspektive und fügt sich gleichzeitig in das Gesamtkonzept der Region ein“, erklärt Geschäftsführer Boris Linden.

Karte Hambacher Wald mit Steinheide und Merzenicher Erbwald

Wildnisentwicklungsgebiet und Waldvernetzung

Künftig soll der Hambacher Forst als Wildnisentwicklungsgebiet gesichert und mit benachbarten Waldflächen vernetzt werden. Die Neuland Hambach wird dies konzeptionell erarbeiten. Zugleich wird mit dem Radweg Hambach Loop die Erlebbarkeit und Erholungsfunktion des Waldes gestärkt. Für die Kommunen steht dabei jedoch nicht die Detailgestaltung einzelner Maßnahmen im Vordergrund, sondern die langfristige Verantwortung für den gesamten Raum. 

Die Kommunen verbinden mit der Vereinbarung auch die Erwartung an das Land dafür Sorge zu tragen, dass nun auch noch die verbliebenen Besetzer den Wald zügig verlassen werden, damit der Hambacher Forst endlich zur Ruhe kommt und sich ungestört entwickeln kann.

Aus Sicht der Region reicht die Bedeutung der getroffenen Einigung weit über den Hambacher Forst hinaus. Sie steht für ein neues Rollenverständnis im Rheinischen Revier: Die Zukunft der Region wird gemeinsam gestaltet – mit den Menschen vor Ort und nicht über ihre Köpfe hinweg.

 

Quelle: Pressemeldung Stadt Elsdorf, 10. Juni 2026