Ideen für die Inszenierungs­anlagen an der :porta sophia

Mehr als 70 Bürger:innen diskutierten beim Beteiligungsworkshop zu den Inszenierungs­anlagen am 9. März 2026 im Bürgerhaus Neu-Etzweiler, wie die Landschaft am Hambachsee künftig erlebt werden kann. An der :porta sophia fließt ab 2030 Rheinwasser in die Tagebaumulde und der See beginnt sich zu füllen. Rund um das Einleitbauwerk soll die Landschaft schrittweise wieder öffentlich zugänglich werden. Voraussichtlich ab 2033 führen von hier erste Wege in Richtung Seemulde. Etwa 200 Meter können Besuchende dann vom Einstiegspunkt bis an den Rand der Mulde zurücklegen und dabei im wahrsten Sinne des Wortes Neuland entdecken.

 

Ankommen. Erholen. Entdecken. Aktiv sein.

Im Austausch mit dem Planungsteam diskutierten die Teilnehmenden zentrale Fragen: Welche Atmosphäre soll die Landschaft haben? Was möchte ich hier einmal erleben? Wo entstehen besondere Ausblicke und wie bewegt man sich durch die Trans­for­ma­tionslandschaft in Richtung Wasser? 

In kleinen Gruppen entwickelten sie eigene Ideen für den zukünftigen Landschaftsraum. Die Vorschläge bewegten sich im Spannungsfeld von Ausruhen und Entspannen, Entdecken und Abenteuer, Neugier, Erinnern und Sehnsucht nach Weite. Ein wichtiges Thema war die Nutzung der Landschaft für Bewegung und Erholung, etwa durch Wanderwege, Radrouten oder Spaziergänge durch die Rekultivierung. Auch praktische Aspekte spielten eine Rolle: Barrierefreiheit, Aufenthaltsorte entlang der Strecke, Ruhebereiche sowie eine Grundversorgung, beispielsweise durch Toiletten oder einen kleinen automatisierten Kiosk. 

Wie sich das Thema Wasser künftig erleben lässt, war ebenfalls Teil der Diskussion. Denkbar sind etwa Blickachsen auf die Kaskaden des Einleitbauwerks oder spielerische Elemente entlang des Weges. Eine Idee, die bei vielen Teilnehmenden auf großen Zuspruch stieß, war ein „Wasserzähler“, der sichtbar macht, wie viel Rheinwasser gerade über die Kaskaden in den zukünftigen Hambachsee strömt.

Impulse für die weitere Planung

„Wir freuen uns, dass das Interesse so groß war“, sagt Matti Wirth, Projektleiter für die Inszenierungs­anlagen. „Viele Vorschläge im Workshop wurden sehr offen und kreativ eingebracht. Auch wenn nicht jede Idee eins zu eins umgesetzt werden kann, zumindest nicht in unserem ersten Projekt, hilft uns der Beteiligungsprozess dabei, Themen zu gewichten, Stimmungen und Prioritäten sichtbar zu machen und somit insgesamt zu einer intelligenteren Planung zu kommen.“ 

So wurde beispielsweise der Wunsch nach einem Relikt aus dem Tagebau diskutiert. Ein originales Tagebaugerät wird es an dieser Stelle zwar nicht geben, denkbar sind jedoch kleinere, spielerische Interpretationen, etwa auf einem Erlebnispielplatz. Auch der vielfach geäußerte Wunsch nach Barrierefreiheit wird in der Planung berücksichtigt. Ziel ist unter anderem eine kurze, gut zugängliche Rundstrecke mit möglichst geringer Steigung.

Wie geht es weiter?

Im nächsten Schritt werden die zahlreichen Ideen aus dem Workshop gebündelt und thematisch ausgewertet. Dabei wird auch betrachtet, welche Aspekte besonders häufig genannt wurden und welche Zielrichtungen eine hohe Relevanz für die weitere Planung haben. 

Eine weitere Gelegenheit zur Beteiligung gibt es im Sommer: Im Rahmen der tu! Hambach vom 10. bis 14. Juni 2026 wird eine mobile Beteiligung stattfinden, bei der weitere Perspektiven und Ideen gesammelt werden.