Neuland entdecken: Fünf Projekte gehen in die Umsetzung

Ein Aussichtsturm und neue Wege auf der Sophienhöhe, erste Abschnitte des Hambach Loop, ein Landschaftspark am Einleitbauwerk für das Rheinwasser und ein Kulturpark in Manheim-Alt: Fünf investive Projekte im NEULAND HAMBACH sind ihrer Umsetzung einen entscheidenden Schritt näher. Bereits 2027 sollen die ersten Arbeiten starten.

Fristgerecht zum 30. Juni 2026 hat die NEULAND HAMBACH GmbH die investiven Projekte im Rahmen der Förderrichtlinie „Empowerment Tagebauumfeld“ beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht. Damit wird aus den Planungen der vergangenen Jahre zunehmend ein konkretes Bild davon, was rund um den Tagebau Hambach entstehen soll. Die fünf Vorhaben setzen unterschiedliche Schwerpunkte – vom Naturerlebnis über neue Rad- und Wanderwege bis zu Orten für Information, Kultur und Begegnung. Gemeinsam machen sie den Wandel der Tagebaulandschaft künftig an vielen Stellen erlebbar. 

„Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam mit unseren Kommunen, Fachleuten und vielen Menschen aus der Region intensiv an diesen Projekten gearbeitet. Jetzt rückt ihre Umsetzung ein großes Stück näher. Darauf freuen wir uns, denn ab 2027 wollen wir an vielen Stellen im NEULAND HAMBACH sichtbar ins Tun kommen“, so NEULAND  HAMBACH Geschäftsführer Boris Linden. 

Bis zum 31. Dezember 2026 müssen nun die Förderanträge vom Land bewilligt werden. Dann kann ab 2027 die Umsetzung der ersten Maßnahmen starten.

Diese Projekte werden das NEULAND künftig prägen

Naturerlebnis Sophienhöhe 

Themenrouten, Ausblicke über die Tagebaufolgelandschaft und besondere Naturerlebnisse: Die rekultivierte Sophienhöhe wird als Natur- und Erholungsraum behutsam weiterentwickelt. Geplant sind aufgewertete Zugänge, Themen- und Rundwege, Aussichtspunkte sowie eine durchgehende Besucherlenkung und Beschilderung. Zu den markantesten neuen Orten gehören der rund 40 Meter hohe Aussichtsturm Rheinisches Revier – die „Waldtänzerin“ – sowie die Höllentreppe am nördlichen Hang. Grundlage ist das Struktur- und Nutz­ungs­kon­zept Sophienhöhe (2023), das Naturerlebnis und Erholung mit dem Schutz wertvoller Lebensräume verbindet. 

Besucher- und Informationszentrum Sophienhöhe

Am östlichen Rand der Goldenen Aue entsteht ein neuer Anlaufpunkt für die Sophienhöhe. Herzstück des Besucher- und Informationszentrums ist eine Ausstellung über Rekultivierung und Landschaftswandel. Hinzu kommen ein Forum, Veranstaltungs- und Bildungsangebote wie ein Grünes Klassenzimmer, Gastronomie sowie Aufenthalts- und Informationsmöglichkeiten. Der modulare Holzbau öffnet sich mit Terrasse und Freiraum zur Landschaft. Von hier aus können Besucher:innen künftig direkt zur Erkundung der Sophienhöhe starten. Über den Hambach Loop wird das Zentrum mit weiteren Orten im NEULAND HAMBACH verbunden und mit dem Fahrrad erreichbar sein. 

Inszenierungs­anlagen am Einleitbauwerk Hambach 

Hier wird der Wandel von der Tagebau- zur Seelandschaft unmittelbar zu erleben sein: Rund um das Einleitbauwerk für das Rheinwasser entsteht eine Landschaft, die sich gemeinsam mit dem See über Jahrzehnte weiterentwickelt. Wald- und Agrarflächen, offene Wiesen, Artenschutz- und Biotopflächen, Themenrouten und Plätze sowie die künftige Wasserlandschaft bilden dabei ein Mosaik unterschiedlicher Räume. Zu den zentralen Elementen gehören ein Anlauf- und Informationspunkt am Speedway, das „Blaue Band“ als verbindende Landschaftsachse und der Bermenbalkon mit Blick auf den künftigen Hambachsee. Ab 2029 werden erste Bereiche zugänglich, ab etwa 2033 folgen Flächen innerhalb der heutigen Tagebaumulde. 

Erste Abschnitte Hambach Loop

Rund 70 Kilometer einmal um Hambachsee und Sophienhöhe: Der Hambach Loop wird zur zentralen Rad- und Wanderverbindung im NEULAND HAMBACH. Er verknüpft die sechs Anrainer­kommunen mit wichtigen Landschaftsräumen, Projekten und Ausflugszielen. Ab 2027 sollen erste Bauabschnitte entstehen, größere Teilstücke ab 2029 befahrbar sein. Dafür werden bestehende Wege ausgebaut und Lücken im Wegenetz geschlossen. So entsteht nach und nach eine Route, die Alltagsmobilität, Naherholung und Tourismus miteinander verbindet und den Landschaftswandel rund um den Tagebau erfahrbar macht. 

Kirche und Kulturpark Manheim-Alt

An der künftigen Manheimer Bucht soll ein Kultur- und Landschaftspark entstehen. Sein Herzstück ist die denkmalgeschützte ehemalige Kirche St. Albanus und Leonhardus – das letzte erhaltene Gebäude des ehemaligen Dorfes. Die Kirche soll künftig Raum für Ausstellungen, Veranstaltungen und Begegnungen bieten. Neue Wege, Grün- und Aufenthaltsbereiche sowie Veranstaltungsflächen verbinden sie mit den verbliebenen Dorfstrukturen zu einem rund zwölf Hektar großen öffentlichen Park. Über den Hambach Loop wird auch dieser besondere Ort Teil des neuen Wegenetzes rund um den Hambachsee.