Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung: Startschuss für den Hambachsee

Der Weg zum Hambachsee beginnt: Mit einem symbolischen Spatenstich ist am 17. März 2026 der Bau der Rheinwassertransportleitung gestartet. Sie wird künftig Rheinwasser in den Tagebau leiten und schafft damit die Grundlage für die Entwicklung einer neuen Seenlandschaft im Rheinischen Revier. Damit wird eines der wichtigsten Infra­struktur­projekte des Struktur­wandels erstmals greifbar.

 

Gemeinsam mit Kommunen und Kreisen der Region hat RWE den offiziellen Baustart gefeiert. Als Zeichen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit signierten die Beteiligten symbolisch das erste von rund 10.000 Rohren der Transportleitung.

Vom Tagebau zur neuen Landschaft: Das Rheinische Seenland

Mit der Inbetriebnahme der Leitung ab 2030 beginnt die Befüllung des Hambachsees, sechs Jahre später folgt Garzweiler. Über Jahrzehnte entsteht damit ein neuer Landschaftsraum, der Natur, Erholung und wirtschaftliche Entwicklung zusammenführt. Zum Rheinischen Seenland gehört auch der zukünftige Indesee, der aus Wasser der Rur gespeist wird. 

Für das NEULAND HAMBACH ist der See dabei mehr als ein Landschaftsprojekt: Er wird zum Zentrum für zahlreiche Vorhaben rund um den heutigen Tagebau und prägt die Entwicklung der Anrainer­kommunen entscheidend. 

„Der Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung markiert den Aufbruch ins Neuland. Mit dem Hambachsee entsteht nicht nur ein neuer Landschaftsraum, sondern ein gemeinsamer Bezugspunkt für die Entwicklung der Anrainer­kommunen. Hier wachsen Projekte zusammen, die neue Perspektiven für die Region eröffnen – von Freizeit und Erholung bis hin zu innovativen Mobilitätsangeboten. Und das lange, bevor der See seine endgültige Füllhöhe erreicht hat“, sagt NEULAND HAMBACH Geschäftsführer Boris Linden.

Technische Grundlage für den Hambachsee

Die Rheinwassertransportleitung ist ein unterirdisches Leitungssystem mit einer Länge von rund 45 Kilometern. Über großdimensionierte Stahlrohre von Durchmessern von bis zu 2,2 Metern, wird künftig Rheinwasser von der Entnahmestelle bei Dormagen über mehrere technischen Bauwerke bis in den Tagebau Hambach transportiert. 

Ein zentraler Zielpunkt der Leitung liegt in Elsdorf: Dort wird das Wasser künftig kontrolliert in den entstehenden See eingeleitet. Weitere Anlagen entlang der Strecke übernehmen die Wasserentnahme, den Transport sowie die Verteilung in Richtung Hambach und Garzweiler. 

Der Bau erfolgt abschnittsweise und je nach örtlichen Gegebenheiten in offener oder geschlossener Bauweise, etwa bei der Querung von Straßen, Bahntrassen oder sensiblen Schutzräumen.

Verlauf der Rheinwassertransportleitung

Verlauf der Rheinwassertransportleitung