Tourismustag im Rheinischen Revier: Aufbruchsstimmung für die touristische Zukunft

Teilnehmer Tourismustag Rheinisches Revier

Wie wird aus einer ehemaligen Braunkohleregion eine attraktive Tourismusdestination? Der Tourismustag 2026 auf Burg Obbendorf in Niederzier zeigt: Im Rheinischen Revier entwickelt sich Tourismus zu einem zentralen Baustein des Struktur­wandels als Wirtschaftsfaktor, Identitätsstifter und verbindendes Element einer ganzen Region. 

 

Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Kreisen, Wirtschaft, Kultur und Tourismus kamen zum Jahresauftakt zusammen, um die nächsten Schritte zu diskutieren. Nach der Vorstellung des Strategiekonzepts im vergangenen Jahr geht es nun in die konkrete Umsetzung – die Aufbruchsstimmung in der Region ist deutlich spürbar.

Vom Konzept zur vernetzten Erlebnislandschaft

Im Fokus steht die Entwicklung einer zusammenhängenden Freizeit- und Tourismuslandschaft. Naturerlebnisse, Industriekultur, neue Seenlandschaften und kulturelle Angebote bilden die Grundlage. Wichtig ist auch ihre Verknüpfung. Genau hier setzen die drei Tagebauumfeldverbünde an: Sie entwickeln gezielt die Räume zwischen den zukünftigen Seen und schaffen neue Qualitäten in den „Zwischenräumen“. So entstehen nach und nach touristische Achsen, die bestehende und neue Erlebnisorte miteinander verbinden – von der Sophienhöhe bis zum Indemann und dem blau-grünen Band Garzweiler.

Teilnehmer bei einer Präsentation zum Thema Tourismus

Projekte machen den Wandel erlebbar

Zahlreiche Projekte zeigen bereits, wie diese Entwicklung im Kernrevier Gestalt annimmt: Mit dem Hambach Loop entsteht ein überregional attraktives Radangebot, das zentrale Orte der Region miteinander verbindet. Parallel dazu entstehen vier neue Informations- und Erlebniszentren als Anlaufpunkte, die Orientierung bieten und die Geschichte sowie Zukunft der Landschaft erlebbar machen. Auch die Internationale Gartenausstellung 2037 im Rheinischen Revier setzt wichtige Impulse und rückt die Region als neue Kulturlandschaft in den Fokus. 

Der Tourismustag hat damit verdeutlicht: Das Strategiekonzept war kein Abschluss, sondern der Startpunkt für eine langfristige Entwicklung. Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit im Kompetenznetzwerk Tourismus, das in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde. Mit der Kooperationsvereinbarung zur Tourismusentwicklung haben zehn Partner diese Zusammenarbeit weiter gefestigt – darunter der Rhein-Erft-Kreis, die Städteregion Aachen, mehrere Kreise und Kommunen sowie zentrale Akteure wie der Zweckverband Landfolge Garzweiler, die Entwicklungsgesellschaft indeland und NEULAND HAMBACH GmbH.