Bei einer zweiten, mobilen Beteiligung ging es weniger um planerische Details als um die Frage, was diese Zukunft bei den Menschen auslöst? Das Planungsteam war dafür mit einem mobilen Kiosk unter anderem bei der tu! Hambach und der Gesamtschule in Elsdorf unterwegs. Ziel war es, ein möglichst breites Publikum und Menschen unterschiedlicher Altersgruppen zu erreichen. Die Teilnehmer:innen konnten eine Zeitreise in die Zukunft machen und ihre Gedanken und Emotionen in vier Kategorien abgeben: Vorfreude, Neugier, Verbundenheit und Bauchgefühl.
Von insgesamt 192 abgegebenen Stimmen entfielen 36 Prozent auf Vorfreude und 34 Prozent auf Neugier, 17 Prozent auf Verbundenheit und 13 Prozent auf Bauchgefühl. Planerische Ansätze wurden positiv wahrgenommen und mit einzelnen Ideen ergänzt. Neben viel positiver Erwartung gab es auch skeptische Stimmen. Sie bezogen sich vor allem auf finanzielle und soziale Aspekte der Entwicklung des Tagebaus und der Region.
Der Vorentwurf greift diese langfristige Entwicklung auf. Statt einen fertigen Landschaftspark für das Jahr 2070 zu planen, soll sich der Raum rund um das Einleitbauwerk gemeinsam mit dem See entwickeln. Der nördliche Bereich bis zur neuen Tagebaukante soll bereits ab 2029 zugänglich werden, der südliche Bereich innerhalb der heutigen Tagebaulandschaft voraussichtlich ab 2033.
Wald- und Agrarflächen, offene Wiesen, Artenschutz- und Biotopflächen, Themenrouten und Plätze und die künftige Wasserlandschaft bilden dabei ein Mosaik unterschiedlicher Räume. Gerade dieses Zusammenspiel dieser Räume und ihre stetige Veränderung prägen die Inszenierungsanlagen Hambach: Wer wiederkommt, wird die Landschaft immer wieder anders erleben.
Die Auswertungen der beiden Beteiligungsformate finden Sie hier:
- Dokumentation “Beteiligungswerkstatt”, März 2026: DOWNLOAD
- Dokumentation “Mobile Beteiligung”, Juni 2026:DOWNLOAD